Mein Projekt

Mein Projekt: eine ganz normale Arbeitswoche mit meinen Kiddies

1. Dezember 2015
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Ja, unter der Woche arbeite ich immer in meinem Projekt, auch wenn es nach den ganzen Erlebnissen, über die ich bis jetzt berichtet habe, vielleicht nicht so scheint. Ich schreibe erst jetzt darüber, da es einige Änderungen in meinem Projekt gab.

Anfangs arbeitete ich morgens in der Guardería mit den ganz ganz Kleinen und nachmittags mit den Älteren (vier bis 15 Jahre). Die Kleinen waren im Alter von acht Monaten bis drei Jahren. Die Arbeit in der Guardería war viel schwieriger als ich dachte. Man braucht Unmengen an Geduld und eine gewisse Ruhe als Grundvorsetzung. Das sind so die beiden wichtigsten Eigenschaften, die ich leider nur spärlich besitze. Nach ungefähr zwei Monaten habe ich dann auch mit meiner Chefin und Koordinatorin geredet, um im Projekt etwas zu ändern oder zu wechseln. Da Wechseln keine Option war, haben wir Änderungen im Projekt vorgenommen, die mir sehr geholfen haben – und durch die ich auch das Gefühl habe, dass ich mich nun sinnvoller einbringen kann als beim Beaufsichtigen der ganz kleinen Kinder.

Jetzt arbeite ich nur noch mit den Größeren und morgens, anstatt in der Guardería zu arbeiten, unterrichte ich drei Kinder aus der Umgebung La Comuna Englisch. Da sie ihren Schulunterricht nachmittags haben, können sie vormittags zu mir kommen. Meistens unterrichte ich die Basics, aber da sie unheimlich schnell lernen, sind wir schon am Sätze bilden und immer wieder neue Vokabeln lernen. Oft kommen sie auch mit Hausaufgaben aus dem Englischunterricht, bei denen ich ihnen dann auch helfe. Nestor ist elf Jahre alt, seine Cousine Diana zwölf, und Stefanie, die erst später dazu kam, ist 13 Jahre alt. Manchmal kommen auch nur zwei oder einer, kommt darauf an, wie viele andere Hausaufgaben sie noch haben.

Hier mal ein kleiner Einblick:

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Nestor an der Tafel

Nach dem Unterricht helfe ich meistens in der Küche, das Mittagsessen für die Kinder vorbereiten, oder manchmal sortiere ich auch die Arbeitsblätter der Kinder, die später kommen aus. Es gibt immer etwas zu tun. Mit der Köchin Alicia macht Kochen auch Spaß, weil sie mir sehr viel über das Essen hier erzählt und mich auch immer probieren lässt. Ja, ich hab auch schon zugenommen. 😀

Mit meinen anderen Kolleginnen versteh ich mich auch super, zwei sind auch in meinem Alter. Um ein Uhr kommen die Kinder (insgesamt sind es 45) und wir essen. Eine Stunde später fangen wir dann mit den Hausaufgaben an und das dauert auch, weil die meisten Kinder oft viele Hausaufgaben aufbekommen. Gleichzeitig müssen wir die Kleinsten (vier Jahre und aufwärts) im Auge behalten, weil in dem Alter sind Schlagen, Petzen und Weinen die drei Hauptbeschäftigungen der Kinder. Aber es macht meistens Spaß mit ihnen:

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Genesis und ich am Rumalbern

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Meine Kiddies – todos locos

Bevor alle gehen, gibt es noch mal eine Kleinigkeit zu essen für die Kinder. Wenn ich heim komme, bin ich meistens ziemlich fertig und erschöpft, aber so ist das halt im Arbeitsleben. Nichtsdestotrotz macht es mir jetzt auf jeden Fall um einiges mehr Spaß als anfangs und ich lebe mich hier richtig ein, weshalb ich auch nicht so oft dazu komme, Blogposts zu schreiben. Der nächste ist jedoch ganz sicher über Cuenca (ganz besonders an den lieben Finn gerichtet, der fast so Druck macht wie meine Mutter, die sich öfters mal über meine Schreibfrequenz beschwert). 😀

2 Kommentare

  • Reply Finn 14. Dezember 2015 at 17:06

    Guter Artikel (Y) Sieht ja echt ranzig aus das Virtel 😮
    Auch voll lustig dass du Selfies mit den Kids machst hahaha vielleicht sollte ich damit auch anfangen ^^
    Und wo ist jetzt der versprochene Artikel über die Woche in Cuenca? 😛

    • Reply Adriana 19. Dezember 2015 at 23:31

      Vielen Dank, lieber Finn :) haha ja sag ich doch immer 😀 Ja das baut voll die Connection auf mit den Kiddies. Der versprochene Artikel kommt noch, keine Sorge! 😉

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